Preisanpassung

Für die Angebote der Lev-Akademie habe ich eine Preisanpassung vorgenommen. Die Preisfindung für digitale Produkte fiel mir ehrlich gesagt schwerer als erwartet. Selbstverständlich möchte ich für meine Arbeit angemessen bezahlt werden. Jedoch lassen sich Verkaufspreis für digitale Produkte nicht mit Preisen für Präsenzseminare vergleichen.

Nehmen wir als Beispiel ein achtstündiges Tagesseminar für z.B. 650,- € inklusive Catering und Seminarunterlagen. Neben den Seminarkosten zahlen die Teilnehmenden noch für An- und Abreise. Eventuell fallen noch Übernachtungskosten an. Da kommen schnell bis zu 1.000,- € zusammen.

Digitalisiert man die Themen dieses Tagesseminars und stellt Lernvideos samt Seminarunterlagen als PDF-Datei zur Verfügung, dann würde kaum jemand 650,- € dafür bezahlen, obwohl die Reisekosten entfallen würden. Selbst wenn der Lerneffekt garantiert identisch wäre, fühlt sich der Preis falsch an.

Dabei haben digitale Lernangebote durchaus Vorteile gegenüber einem Präsenzseminar. So haben Teilnehmende der Lev-Akademie zeitlich unbeschränkten Zugriff auf die Lerninhalte. So können Themen wiederholt oder bei Bedarf (wie ging das nochmal?) herangezogen werden. Auch die Zeiteinteilung zum Lernen kann frei gestaltet werden. Im Sinne mancher Arbeitgeber*innen, werden die Lerninhalte oftmals in der Freizeit bearbeitet, wodurch keine Arbeitszeit „verloren geht“.

Natürlich ist es interessant und wichtig, sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen oder spezifische Fragen an Dozent*innen richten zu können. Hinzu kommen bei guten Seminaren interaktive Gruppenübungen. Genau hier liegt der eigentliche Mehrwert von Präsenzseminaren. Gleichzeitig gibt es auch hierfür digitale Lösungen, wie z.B. ergänzende Videokonferenzen sowie Chats oder Foren.

Dennoch fühlt sich die Online-Variante nicht gleichwertig an. Es ist einfach eine andere Lernform.

Preisanpassung der Lev-Akademie

Preisanpassung für Videotrainings der Lev-Akademie am Beispiel 8d-Methode.

Ich möchte Sie hier an meinen Gedanken zu der vorgenommenen Preisanpassung der Lev-Akademie am Beispiel des Trainings „Reklamationsbearbeitung mit der 8d-Mehtode“ teilhaben lassen. Als Präsenzseminar kann man diese Thema gut als Tages- oder Halbtagsseminar verkaufen. Organisationen sind erfahrungsgemäß bereit, zwischen 300,- € und 650,- € pro Teilnehmer*in für dieses Thema zu investieren. Wenn mehrere Mitarbeitende geschult werden sollen, könnte alternative eine In-House Schulung für z.B. 1.500,- € gebucht werden.

Dem gegenüber steht der Preis für ein Videotraining. Ursprünglich hatte ich 179,- € als Kaufpreis festgelegt. Enthalten sind immerhin:

6 Videos mit einer Gesamtspieldauer von über 2 Stunden.
Druckbare Handouts im PDF-Format.
Musterdokumente zum Thema.
6 motivierende Quizzes nach jedem Video.
Eine multiple Choise Abschlussprüfung.
Ein persönliches Zertifikat als PDF-Datei.

Das klingt nach einem fairen Deal. Und dennoch scheint die Investition von 179,- € für viele Interessierte zu hoch zu sein. Interessierte Mitarbeitende müssten gegenüber ihren Vorgesetzten erklären und rechtfertigen, warum dies die geeignete Fortbildung ist. Für eine private Investition erscheint der Betrag ebenfalls zu hoch.

Daher habe ich mir Preise überlegt, die sich Privatpersonen leisten können und bei denen nette Vorgesetzte die Kosten eigentlich ohne große Diskussionen übernehmen könnten. Das Training „Reklamationsbearbeitung mit der 8d-Mehtode“ biete ich aktuell für nur 79,- € an. Das entspricht einer Stunde Musikunterricht.

Diese Preisgestaltung ist lediglich durch die Skalierbarkeit von digitalen Produkten möglich. Anders ausgedrückt: Für ein Präsenzseminar investiere ich als Trainer Vorbereitung, Anreise, Aufbau, Durchführung, Abbau, Abreise und Nachbereitung für ein fixes Honorar. Bei digitalen Angeboten habe ich einen einmaligen Aufwand zur Vorbereitung und Erstellung der digitalen Lerninhalte (Video, Unterlagen, Quiz, Gestaltung der Lernplattform). Obwohl die Erstellung digitaler Produkte deutlich aufwändiger ist, kann ich leicht kalkulieren, wie oft sich ein Training verkaufen muss, um Gewinn zu erwirtschaften.

Nun zur eigentlichen Überlegung: Verkauf ich ein Videotraining lieber 50-mal für 179,- € oder 500-mal für nur 79,- €. Für die Lev-Akademie ist die Entscheidung gefallen. Jetzt ist meine Sorge lediglich, dass meine Preise im Vergleich mit Mitbewerbern „zu billig“ erscheinen. Gleichzeitig ist es keine gute Idee sich von anderen Angeboten beeinflussen zu lassen, da die Qualität nicht zwingend vergleichbar ist.

Jedenfalls bin ich der Überzeugung, jetzt eine faire Preisgestaltung gefunden zu haben, mit der alle Seiten zufrieden sein können. Wer jetzt nicht bucht, kennt die Themen schon.

Besuchen Sie jetzt die Website der Lev-Akademie.

Scroll to Top